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Insel Hvar
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Insel Hvar  - Allgemeines

Hvar zählt mit knapp 70 Kilometern Länge zur zweitlängsten, und mit etwa 300 qkm zur viertgrössten Adriainsel. Sie liegt im Archipel Zentraldalmatiens zwischen den Inseln Brac, Vis, Korcula, der Halbinsel Peljesac und der Küste von Makarska. Im Südwesten erheben sich die höchsten Berge, Sveti Nikola (628m) und Hum (603m), von denen man einen wundervollen Panoramablick geniessen kann.

Hvar ist mit 2700 Sonnenstunden pro Jahr die wärmste unter den über 1000 kroatischen Inseln, hat auch im Winter ein sehr mildes Klima. So wachsen zitronengelbe Ginsterbüsche, immergrüner Pinienwald, Olivenbäume, Palmen, Zitronen, Orangen, Feigen, Johannisbrot, Zypressen und Weinreben. Gewürze wie z.B. Thymian als auch Salbei, Rosmarin und insbesondere violetter Lavendel verleihen der Insel einen aromatischem Duft. Das glasklare und azurblaue Wasser, dessen Wellen im Sonnenlicht wie Diamanten funkeln, betören jeden Besucher.

Daher verwundert es keineswegs, dass 1997 das renommierte Tourismusmagazin „Traveller“ Hvar zu den zehn schönsten Inseln der Erde wählte. Die New York Times wählte Hvar 2008 zu den Top 11 Urlaubsdestinationen der Welt. New York Times





Die Insel Hvar zählt etwa 11000 Einwohner, der Hauptort Hvar, ein Bilderbuchstädtchen mit 4000 Einwohnern, liegt in einer geschützten Bucht an der Südwestküste. An der Nordwestküste befindet sich der einstige Hauptort und jetzige Fährhafen Stari Grad mit 2000 Einwohnern, eines der ältesten Städtchen Europas. Weiter östlich träumt an einem wunderschönen und tief einschneidenden Fjord das Fischerdörfchen Vrboska mit seinen 500 Seelen vor sich hin. Vrboska wurde 2005 zum zweitsaubersten Tourismusort Mitteldalmatiens ausgezeichnet. Weitere Orte sind Jelsa (1600 Einwohner), die Bergdörfchen Vrbanj, Svirce, Vrisnik und am östlichen Zipfel der Insel liegt der kleine Fährort Sucuraj. Auf der Südseite liegen die Dörfer Zavala, Ivandolac und Sv.Nedelja, durch einen schmalen Tunnel zu erreichen.


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Die Insel Hvar - Geschichte

Hvar weist eine alte und bewegte Vergangenheit auf.

Hvar war bereits in der Vorgeschichte besiedelt, wovon Funde bemalter Keramik aus den Höhlen Grapceva spilja und Pokrivenik zeugen. Später wurde die Insel von den Illyrern bevölkert, noch heute gibt es viele Hügelgräber aus jener Zeit.

384 v. Chr. siedelten sich Griechen von der Insel Paros in der Ägäis an der heutigen Stelle des Ortes Stari Grad an und gründeten die Siedlung Pharos. Davon wurde später der Inselname Hvar abgeleitet. Es kam zu Konfrontationen zwischen den Griechen, Illyrern und Dalmaten, aus denen die Griechen als Sieger hervorgingen.

Die aktuellsten Ausgrabungen in Stari Grad lieferten verbrannte Holzbalken zu Tage. Diese ergaben nach radioisotopischer Auswertung, dass Stari Grad sogar 700 Jahre v.Chr. existierte.

213 v. Chr. kam der griechische Feldherr Demetrius, gebürtiger Hvarer, im Kampf bei Masssene gegen die Römer um. Damit begann die römische und für die Insel nicht gerade fortschrittliche Herrschaft. Die Römer zerstörten bereits 219 v. Chr. die Stadt Stari Grad. Sie ist die älteste der Insel und eine der ältesten Städte Europas. Von den römischen Bauten selbst ist bis heute nicht viel zu sehen.

Im 2. Jahrhundert besiedelten Neretvaner, d.h. Slawen aus dem Tal der Neretva vom Festland die Insel Hvar. Danach entstand der Inselname Lesna.

Von 870-886 und von 1164-1180 meldeten sich auch die Byzantiner zur Herrschaft an. Diese wurde erneut durch die neretwanische Vorherrschaft abgelöst, bis Hvar 1420 nicht unter den Herrschaftsbereich Venetiens kam. 1147 war Pharos (Stari Grad) Bischofssitz, bis 1278 auch Verwaltungszentrum der Insel, bis diese nicht in die Stadt Hvar verlegt wurden. Damit stieg die Stadt Hvar zur reichsten autonomen Kommune des venezianischen Dalmatiens auf. Hvar stellte einen wichtigen Stützpunkt für alle venezianischen Schiffe dar, die ins Mittelmeer weitersegelten. Den adligen Stadtfürsten wählte der grosse Rat Venedigs. Somit wurden die Stadtbewohner nicht an der Stadtverwaltung beteiligt. Dies mündete in einen Aufstand der kroatischen Bürger, angeführt 1510 durch den Vrbosker Matija Ivanic. Die Venezianer schlugen diesen Aufstand jedoch nieder.

1571 legten die Türken unter Eulg-Ali die Stadt in Schutt und Asche. Die Venezianer bauten den Ort jedoch nach mehreren Jahrzehnten wieder auf. 1774 verlor Hvar als Venedigs Hauptflottenstützpunkt in der Adria an Bedeutung als Kotor an ihre Stelle trat.

1797 fielen Hvar und alle anderen venezianischen Besitztümer mit dem Fall Venedigs an Österreich.
1806-1812 wurde Hvar von den Franzosen beherrscht, 1812-1813 sprach man Englisch, ehe sich nach der Niederlage Napoleons die Österreicher wieder bequem machten.

Nach Ende des Ersten Weltkrieges 1918 fiel Hvar bis 1922 an die Italiener, danach wurde es dem südslawischen Staat zugesprochen. Im Zweiten Weltkrieg war Hvar von italienischen Truppen besetzt.
Anschließend gehörte Hvar zur jugoslawischen Teilrepublik Kroatien.

Seit 1991 zählt die Insel zur unabhängigen Republik Kroatien

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Die Insel Hvar - Kultur

Stadt Hvar
- Spanische Festung
Die hoch über der Stadt Hvar thronende Festung ist bekannt unter dem Namen „Fortica“, bzw. „Spanijolka“ (>Spanische Festung<). Sie bot der Stadt mit ihrer dominanten Position und mit Hilfe ihrer Kanonen Schutz. Sie wurde1557 von den Venezianern und spanischen Militärarchitekten auf den Ruinen einer mittelalterlichen Festung errichtet, die Gebäude innerhalb der Festung wurden in der Zeit der österreichischen Herrschaft errichtet. Der Blick auf Hvar und den vorgelagerten Hölleninseln ist beeindruckend.

Stadt Hvar - Französische Festung
Sie wird auch Napoleonsfestung genannt und wurde 1811 nordöstlich gegenüber der Spanischen Festung auf dem höheren Nikolausberg von den Franzosenr erbaut. Sie ist zwar gut erhalten, jedoch nicht zugänglich. Die Sternwarte und eine Erdbebenstation befinden sich darin bzw. in unmittelbarer Nähe..

Stadt Hvar - Platz und Kathedrale Sv. Stjepan
Der Stadtplatz (Pjaca), gepflastert mit weissen Marmorplatten, ist mit 4500 m2 Fläche der größte in Dalmatien. Umrahmt wird er im Osten durch die Kathedrale St. Stefan, welche im 17.Jh. an Stelle einer früheren Kirche und eines Benediktinerklosters errichtet wurde. Die Kathedrale, ein Renaissancebau, besitzt drei Schiffe, das Mittelschiff mit gotischen Bauelementen der einstigen Klosterkirche. Altäre und Gemälde der Kathedrale stammen von venezianischen Meistern wie Longhena, Celesti, Tremignon und Palma. Neben den Barockaltären aus dem 17. Jh. sind der Altar der Familie Hektorovic mit Madonna und Inschrift aus dem 13.Jh. besonders hervorzuheben. Der feingegliederte Glockenturm zählt zu den schönsten seiner Art in ganz Dalmatien, genauso wie der Chorraum. Dessen romanische aus Stein gefertigten Kanzeln und die Barockaltäre tauchen ein in ein mysthisches Dunkel. Nebenan befindet sich der Bischofspalast, das einstige Benediktinerkloster, mit einer Inschrift (1249 n.Chr.). In dem Palast befindet sich heute ein Museum mit kostbaren sakralen Kunstgegenständen. Daneben das Arsenal, mit einem gewaltigen Torbogen zum Hafen hin. 1579 und 1611 wurde das Arsenal an Stelle eines Gebäudes aus dem 13. Jh.errichtet. Unter Venedigs Herrschaft diente es zum Be- und Entladen von Kriegsgaleeren.

Im Norden, gegenüber des Arsenals, wurde an Stelle eines Fürstenpalastes aus dem 15.Jh. das heutige Hotel Palace im 19.Jh. errichtet. Geblieben sind lediglich der alte Uhrturm und eine verglaste Loggia, die 100 Jahre lang als Kaffeehaus und mittlerweile als Festsaal des Hotels fungiert. Auch ein alter Türrahmen und zwei venezianische Steinlöwen sind erhalten geblieben.

Nördlich des Stadtplatzes befinden sich auch die teilweise zerstörten gotischen Paläste der Dichterfürsten Hektorovic und Lucic. In der Mitte des Platzes befindet sich vor der Kathedrale ein großer Brunnen aus dem Jahre 1529, eines der Wahrzeichen der Stadt Hvar.

Westlich der Pijaca befindet sich ein Hafenbecken aus dem 15.Jh. für die kleinen Boote, das Stadtufer wurde im 16.Jh. gepflastert, die Hafeneinfassung mit den Barockpyramiden stammt aus dem 18.Jh. Noch weiter westlich steht nur noch der Glockenturm der einstigen Kirche Sv. Marko.

Stadt Hvar - Das Hvarer Theater
Es handelt sich um das älteste kommunale Theater Europas neben denen in Vicenza und Parma. 1612 wurde es auf ein Lagerhaus, dem Arsenal gebaut. Dies auf Initiative des Hvarer Fürsten Pietro Semitecolo, um dem Drang der Bevölkerung nach Gleichstellung von Volk und Adel Rechnung zu tragen. Die heutigen Logen wurden im 18.Jh. gebaut. Dem Theater ist es zu verdanken, dass Hvar die höchste Dichte an Laienschauspieler in der Welt aufweisen kann, nämlich 400 an der Zahl.

Stadt Hvar - Franziskanerkloster
Das Franziskanerkloster liegt auf einer Landzuge der Bucht Kri˛a im Südteil der Stadt. Es wurde im 15.Jh. erbaut und fungierte als Seemannsquartier. Das Baptisterium, ein Renaissancekloster wird dominiert durch monumentale Arkaden und einer Quelle. Der gesamte Baukomplex ist von Gärten und einer Mauer umsäumtt. In der Kirche ist der Dichter Hannibal Lucic (1485-1553) begraben, ein Dramatiker und Autor des Theaterstückes „Robinja“ („Der Sklave“).

Kunstwerke von Francesco da Santarocce, Palma und Leandro Bassano sind im Kloster zu bewundern und besonders hervorzuheben ist im Museum das beeindruckende Gemälde „Das letzte Mahl Christi mit seinen Jüngern“, im Format 2,5 x 8 m, von Matteo Ingoli (1585-1631) aus Ravenna. In der Bibliothek befindet sich ein ptolemäischer Atlas aus dem Jahre 1524.

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Stari Grad - Kirche Sv. Ivan
Das älteste Kulturdenkmal der Stadt sind die Überreste der Zyklopenmauer, die einst das griechische Faros umgaben. Im Hause Tadic-Gramotorovi und an der Südseite der Kirche Sv. Ivan kann man einige Meter davon noch finden. Die romanisch-gotische Kirche Sv. Ivan ist die älteste Kirche der Stadt und der erste Bischofssitz der Insel Hvar. Die Kirche wurde 1332 erstmals schriftlich erwähnt und an Stelle eines Tempels erbaut. Neben der Kirche wurde 1957 ein römisches Taufbecken aus dem 5./6.Jh. entdeckt, hinter der Kirche graben im Sommer Archäologiestudenten.

Palast Tvrdalj
Das kleine Renaissanceschlösschen Tvrdalj wurde zwischen 1520 und 1569 unter Anleitung des Dichters Petar Hektorovic (1487-1572) erbaut und diente der Renaissancegesellschaft sowohl zur bescheidenen Verteidigung als auch zu Vergnügungen. Im Hof des Schlosses befindet sich ein von Steinarkaden eingegrenzter Teich mit Meeräschen. Hier schrieb er sein bekanntestes Werk „Fischfang und Fischergespräch“, das das einfache Fischerleben vor Augen führt und etliche Naturbeschreibungen aufweist. Es zählt mit zu den ältesten Aufzeichnungen langzeiliger Heldenlieder.

Stari Grad - Ager
Zwischen Stari Grad und dem östlich davon gelegenen Fischereidörfchen Vrboska befindet sich das Hauptanbaugebiet für Wein. Das gesamte Gebiet wurde durch die Griechen vor unserer Zeitrechnung parzelliert, nachdem griechische Aussiedler nach dem Ausbau der Festung Faros, Land für die Landwirtschaft erhalten hatten.

Die Parzellen sind grösstenteils heute noch sichtbar, selbst auf Satellitenbildern: 70 rechteckige Parzellen der Grössen 1081 mal 905 m. Von den Griechen wurden sie „Chora Faros“ (der Stadt Faros gehörend) genannt. Die Römer dagegen parzellierten quadratisch und liessen es sich häufig nicht nehmen, griechische Parzellen zu zerstören. Die griechischen Parzellen auf Hvar wurden erfreulicherweise durch die Römer nicht zerstört. Die Römer nannten diese „Ager publicus“ (dem Staat gehörend und blieben mit 1200 Hektar nicht die grössten, jedoch die am besten erhaltenen griechischen Parzellen auf unserer Erde. Nur Herson (Krim), Emporia (Barcelona) und Metaponta (Süditalien) sind grösser.

Das Ager-Gebiet wurde 1993 unter Schutz gestellt und am 7.Juli 2008 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

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Vrboska
In diesem Ort säumen zahlreiche Barock- und Renaissancehäuser den herrlichen, schmalen Meeresarm, der durch kleine und teilweise im Mittelalter erbaute Brücken überspannt wird.

Vrboska - Kirche Sv. Marija
Auf einer Anhöhe thront die im 16.Jh. erbaute Festungskirche im Renaissancestil, Sv. Marija, von der Architektur einzigartig an der ganzen Adria. Da die Fischer im Mittelalter durch den Verkauf ihrer marinierten Fische (salzige Sardellen) in Venedig und Padua gute Geschäfte machten, zudem sehr kunstbegeistert waren, brachten sie wertvolle Gemälde venezianischer Meister mit in die Heimat. Diese wurden in der Festungskirche aufgehängt, später jedoch wegen der Feuchtigkeit in die kleinere Kirche Sv.Lovro überführt.

Vrboska - Kirche Sv. Lovro
Die Pfarrkirche Sv.Lovro (Hl. Laurentius) wurde im 15.Jh. erbaut und im 17.Jh. im Barock umgebaut. Sie birgt die kostbarsten Bilder der Insel. Der Hauptaltar von Ivan Rendic enthält das berühmte Triptychon des venezianischen Meisters Veronese (1528-1588), manche schreiben es auch Tizian zu. Bilder von Bassano und Medovic runden die Sammlung ab. In der Sakristei steht ein silbernes Kreuz aus dem 16.Jh., das entweder Tizian Aspetti oder Benvenuto Cellini zugeschrieben werden kann. Hinzugekommen sind Bilder von Antonio Sciuri und Stefano Celeti (17.Jh.) aus der Festungskirche.

Vrboska - Kirchlein Sv. Petar
Am Meeresufer steht das Kirchlein Sv. Petar (Hl. Peter). Es zählt zu den ältesten der Insel und wurde als Grenzpunkt 1331 zwischen den Orten Pitve und Vrbanj schriftlich erwähnt.

Vrboska - Fischereimuseum
Einzigartig ist das Fischereimuseum, das die Entwicklung der Fischerei vom 18. bis hin zum 20.Jh. aufzeigt. So ist neben ausgestellten Fischfang- und Fischverarbeitungswerkzeugen, Bootslampen, Fischpräparaten eine alte heimische Küche zu bewundern.

Vrboska - Kreuzzugprozession
Zu Ostern, in der Nacht zwischen Gründonnerstag und Karfreitag, findet der über Kroatiens Grenzen hinaus bekannte katholische Kreuzzug jedes Jahr seit über 400 Jahren statt. Nur 1944 konnte dieser wegen der Kriegsereignisse nicht stattfinden. Es handelt sich dabei um eine Prozession, bei der ein je nach Ortschaft 9,5 schweres Kreuz von einem Auserwählten genau 19 km weit getragen wird. Und zwar von Vrboskas Kirche zu den Kirchen in Jelsa, Pitve, Vrisnik, Svirce, Vrbanj und wieder zurück nach Vrboska in einem Rundgang. Die anderen Orte führen dieselbe Prozession mit einem eigenen Kreuz durch. Ein Prozessionszug eines Ortes darf den des anderen Ortes nie treffen, sonst würde dies der Überlieferung nach ein Unglück bedeuten. Vor und hinter dem Kreuzträger tragen in weisse Kapuzenmäntel gekleidete Männer in Zweierreihen grosse, hölzerne Kerzenständer und singen dabei über 400 Jahre alte Lieder. Die Teilnahme an der Prozession ist ein Erlebnis der besonderen Art. Im Mittelalter sei man angeblich von der Cholera vom Festland verschont geblieben und führe seitdem als Dank diesen Prozessionszug alljährlich durch. Andere führen die Entstehung des Kreuzzuges zurück auf einen Aufstand der Inselbewohner gegen die venezianischen Herrscher im Mittelalter, nach dem ein Kreuz auf Hvar 1510 Tränen vergoss.

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Jelsa - Tor und Grad

Eine Stunde zu Fuß von Jelsas Votivkirche entfernt, findet man südöstlich den griechischen Beobachtungsposten Tor aus dem 3. bis 4. Jh. v.Chr. Riesige Quadersteine liegen aufeinander. Von hier hatten die Griechen einen weiten Blick bis hinüber zu der Nachbarsinsel Brac und dem Festland.
Nicht sehr weit entfernt liegt Grad, Überreste einer römischen Festung.

Humac
Knapp 10 km östlich von Jelsa liegt auf einer Anhöhe eine kleine Ansammlung von Steinhäusern. Im 14.Jh. standen hier rundliche Steinbehausungen, es handelte sich um eine Hirtensiedlung. Die runde Hausform wurde vor etwa 300 Jahren durch die heutigen grösseren und eckigen Steinhäuser ersetzt. Der gesamte Ort ist heute denkmalgeschützt.

Höhle Grapceva Spilja
Eine halbe Stunde zu Fuß von Humac entfernt befindet sich die Höhle Grapceva Spilja. Sie gehört zu den wichtigsten vorgeschichtlichen Kulturobjekten. 1912 bis 1952 stiess man hier durch Ausgrabungen auf eine bis dahin völlig unbekannte Kultur. Die Funde gehen auf die Zeit 4500 bis 1000 v.Chr. zurück und man schloss daraus, dass Hvar bereits 2000 v.Chr. rege Handelsbeziehungen mit entfernten Regionen pflegte. Man fand Scherben der sogenannten Impressokeramik aus dem Jahre 4000 v.Chr. und darauf die älteste jemals gefundene Abbildung eines Bootes.

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Die Insel Hvar - Klima & Natur

Der Jahresdurchschnitt an Sonnenstunden beträgt 2726 Stunden und der Rekord wurde 2003 mit 3053 Stunden registriert. Von den vielzähligen Sonnentagen ist der achtzehnte Juli der sonnigste Tag des Jahres mit durchschnittlich 12 Sonnenstunden, 27 Minuten und 36 Sekunden.

Das milde Klima spiegelt sich auch im Meer: der Mittelwert der Wassertemperatur liegt fünf Monate (Juni-Oktober) über einladenden 20 Grad Celsius. Manchmal übersteigen die maximalen Wasserwerte auch 27 Grad Celsius. Die durchschnittliche monatliche Lufttemperatur liegt sogar vier Monate über 20 Grad Celsius (Juni-September) und nur zwei Monate unter 10 Grad Celsius (Januar und Februar).

Das Klima ist besonders angenehm, da der Sommerwind Maestral aus Nordwest fast regelmässig die Hitze erträglicher gestaltet. Dieser Wind tritt auf, wenn der Feigentrieb beginnt. Er beginnt ab 11 Uhr morgens, um gegen Abend vor dem Sonnenuntergang nachzulassen. Er ist als eintöniger Wind bei Seglern sehr beliebt. In den Sommermonaten fällt äusserst selten Regen, dann jedoch häufig mit heftigem Gewitter und kurzer Dauer.

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Kroatien allgemein

Landesname
Republika Hrvatska (Republik Kroatien)

Kroatien erstreckt sich von den östlichen Alpenrändern im Nordwesten und vom pannonischen Flachland im Osten über das Dinara-Gebirge im mittleren Teil bis zur Adria- Küste im Süden des Landes. Kroatien hat die Form eines langgestreckten Hufeisens.

Fläche Kroatiens
56.542 km2, die Fläche der territorialen Gewässer beträgt 31.067 km2.

Einwohnerzahl Kroatiens
4.500.000 (80 pro qkm, in Deutschland 230 pro qkm), davon 90 % Kroaten, knapp 7% Serben, 3% Sonstige (Ungarn, Italiener, Slowaken, Slowenen, Bosnier, Tschechen und weitere).
Die Zahl der Kroaten im Ausland wird auf über 3.000.000 geschätzt.

Hauptstadt von Kroatien
Zagreb (930 000 Einwohner: das Wirtschafts-, Verkehrs-, Kultur- und Wissenschaftszentrum von Kroatien)
Staatsform parlamentarische Demokratie

Sprache
Kroatisch

Religion
über 80% römisch-katholisch, 5% serbisch-orthodox, 1% muslimisch

Städte
Split (190 000 Einwohner), Rijeka (170 000 Einwohner), Osijek (105 000)

Höchste Erhebung
Dinara mit 1831 m

Küstenlänge
5835 km - davon 4057 km Küste der Inseln, Klippen und Felsen

Anzahl der Inseln, Klippen und Felsen: 1185.
Die größten Inseln in Kroatien sind Krk und Cres. 67 Inseln sind bewohnt.

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